Aktuelle Leserfrage
Wollen Sie im nächsten Management Mailer aus Ihrer Unternehmenspraxis berichten? Die Leserfrage zum Thema Expansion lautet:
»Was waren bislang Ihre prägnantesten Erkenntnisse im Rahmen der Internationalisierung?«
Teilen Sie Ihre Meinung mit uns und der gesamten HILL Management Mailer-Leserschaft in Österreich, CEE und SEE.
Senden Sie dazu Ihre Antwort, sowie Ihre Firma und Ihre Position an marketing@hill.co.at. Eine Auswahl an Antworten erscheint im HILL Management Mailer 2|2008.
Wir sind auf Ihren Input gespannt!
Mit der Zusendung einer Antwort erklären Sie sich mit der Veröffentlichung Ihres Kommentars und der namentlichen Nennung im HILL Management Mailer bereit. Sollten Sie anonym bleiben wollen, bitten wir um explizite Bekanntgabe.
Innovation in der Praxis
Leser/innen berichten über Erfahrungen und Maßnahmen
»Was bedeutet Innovation für Sie und was tun Sie in Ihrem Unternehmen, um Innovation zu fördern?«
Erstmals wandten wir uns mit einer Frage direkt an die Leser/innen des HILL Management Mailers. Gerade bei einem derart mythenumwobenen Thema möchten wir der wertvollen und vielfältigen Erfahrung aus der Praxis Raum geben. Lesen Sie hier Ausschnitte aus den Rückmeldungen.
»Österreichische Unternehmen zählen im europäischen Vergleich zu den innovationsfreudigsten«, so Walter Koren, Leiter der Außenwirtschaft Österreich der WKÖ. Gezielte Förderung erfolgt z.B. mit dem »Econovius«, »einem Sonderpreis der Wirtschaftskammer für beispielgebende Innovationsleistungen kleiner oder mittlerer Unternehmen.«
Die Marktrecherche ist für Günter Thumser als Präsident der Henkel CEE die Basis jeglichen Handelns, denn »ohne Kundenwünsche – also die viel zitierten ›Consumer Insights‹ – zu berücksichtigen, kann es keine Innovation geben«. »Parallel dazu ist es aber immens notwendig, weitere Think Tanks anzuzapfen und Netzwerke aufzubauen. Bei Henkel haben wir mit dem ›Year of Innovation‹ unsere Mitarbeiter/innen in diesen Veränderungsprozess erfolgreich eingebunden, dazu wird die Kooperation mit Universitäten und anderen Forschungsinstitutionen intensiviert«, so Thumser.
Auch Erich Gnad, Director Mergers & Acquisitions und Geschäftsführer mobilkom Beteiligungsgesellschaft, setzt für Innovation auf externe Kooperation. Er führt aus, dass Kunden in seiner Branche sehr preissensitiv seien und daher Innovation nicht ausreichend honorieren würden. Daher wurde »der Passus ›Innovation Leader‹ aus dem Leitbild gestrichen« und »mit dem Branchenführer Vodafone ein Vertrag abgeschlossen«, um zunehmend dessen Produkte einzusetzen.
Achim Hartmann, Leiter Finanzplanung der Bank Austria Creditanstalt, begegnet den ständigen Veränderungsprozessen mit »Neugier und Mut«. Er ermutigt daher die Mitarbeiter/innen im Team, »Veränderungsprozesse als Chance zu sehen und daraus Potenziale zu erkennen«.
»Bewährte Praktiken und Strategien beibehalten«, »von nicht Bewährtem Abstand nehmen« und »neue Strategien und Praktiken entwickeln«: Für Klaus Scheitz, Leiter Immobilienfinanzierungen der Investkredit Bank, dienen jährliche Workshops in seinem Geschäftsfeld zu einem »regelmäßigen Screening« der Prozesse. Resultate werden in spezifische Projektarbeiten aufgearbeitet.
Auch bei ICI Paints Deco wurde »ein klarer Managementprozess geschaffen, der es ermöglicht, Innovationen zu managen und der auch sicherstellt, dass die Pipeline an Ideen und Projekten stets gefüllt ist«, so Michael Weinrother, Regional Managing Director Decorative Paints.
»Nicht ständig die Probleme der Vergangenheit in die Gegenwart zu projizieren, sondern den Blick lösungsorientiert nach vorne zu richten und die Zukunft aktiv zu gestalten« bedeutet für Johann Gneist, Gneist Consulting Team, Innovation.
Und Mark Macqueen profitiert als Leiter Innovation des Möbelwerks Svoboda von einem Bewusstseinswandel: »Die Unternehmen begreifen die Mitarbeiter/innen zunehmend als wichtigste Ressource«, denn »Ausgaben für Büroeinrichtungen, die nur einen Bruchteil der Lohnkosten ausmachen, erlauben in der Regel eine Produktivitätssteigerung im zweistelligen Prozentbereich«.